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Liechtensteinisches Soziallexikon
Amt für Soziale Dienste
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Liechtensteiner Behinderten-Verband (LBV) (110)

Fachstelle für Sexualfragen und HIV-Prävention (fa 6) (104)

Fachbereich Chancengleichheit (104)

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Tagesstruktur Mauren (91)

Hand in Hand Beratungsstelle (91)

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aha - Tipps & Infos für junge Leute (90)

Mahlzeitendienst Familienhilfe (90)

Familienhilfe Liechtenstein e.V. (90)

Gemeindekrankenpflege Familienhilfe (90)

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Menschen mit Behinderungen
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Die Weltgesundheitsorganisation definiert ‚Behinderung’ als ungünstige Wechselwirkung zwischen einer Person (mit ihrer Lebenssituation, ihrer Persönlichkeit usw.), ihren Körperfunktionen (physisch, geistig, sinnlich) und ihrem Umfeld (kulturell, institutionell, baulich usw.). Diese Definition (gemäss dieser internationalen Klassifikation ‚ICF’ genannt) beschreibt nicht Krankheiten, sondern definiert Komponenten der Gesundheit sowie einige mit der Gesundheit zusammenhängende Komponenten.

 

"Behinderungen" können sich sich in Form von Entwicklungsproblemen, Lernschwierigkeiten, Sprach-, Verhaltens-, Mobilitätsproblemen usw. äussern. Staatliche wie private Institutionen stellen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen ein umfassendes Beratungs-, Betreuungs-, Förder- und Therapieangebot.

 

Kinder und Jugendliche mit einem sonderpädagogischen Förder- oder medizinischen Versorgungsbedarf werden schon ab dem Säuglingsalter bis zum Eintritt ins Erwerbsleben adäquat gefördert bzw. behandelt. Sonderpädagogische Massnahmen wie Früherziehung, die Sonderschulung im Regelkindergarten, in der Regel- oder in einer Sonderschule werden bei Bedarf durch pädagogisch- und medizinisch-therapeutische Massnahmen ergänzt. Die Zuweisung zur Früherziehung erfolgt durch den Arzt oder eine medizinische Fachstelle.

 

Bei sonderpädagogischen Fragestellungen im Kindergarten- und Pflichtschulbereich berät der Schulpsychologische Dienst. Fragen hinsichtlich der Berufsbildung für Lernende mit einer Behinderung können an das Amt für Berufsberatung und Berufsbildung gestellt werden.

 

Die Stiftung für heilpädagogische Hilfe (Heilpädagogisches Zentrum (HPZ)) in Liechtenstein hilft mit vielfältigsten Einrichtungen und leistet dadurch auch einen Beitrag für eine bessere Integration und für das Verständnis der Anliegen von Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Die Stiftung für heilpädagogische Hilfe in Liechtenstein ist der Träger des Heilpädagogischen Zentrums. Das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) informiert Menschen in problematischen Lebensumständen, berät sie und vermittelt ihnen Hilfe. Das HPZ gliedert sich in den Bereich Sonderpädagogische Tagesschule inklusive einem therapeutischen Angebot (Früherziehung, Logopädie, Psychomotorik, Physiotherapie und Ergotherapie), den Bereich Werkstätten mit den Abteilungen Atelier Sonnenblume, Auxilia, Protekta, Agra, Servita und Textrina sowie den Bereich Wohnen mit den beiden Wohnheimen Birkahof (Mauren) und Besch (Schaan). Die Sonderpädagogische Tagesschule fördert Schülerinnen und Schüler insbesondere mit erheblichen Sprachschwierigkeiten und Kognitionsproblemen. Die Werkstätten bieten eine breite Auswahl an verschiedensten Arbeits- und Beschäftigungsplätzen. Das HPZ bildet auch in Zusammenarbeit mit dem Amt für Berufsbildung Anlehrlinge aus. Die Wohnheime sorgen für eine ganzheitliche Betreuung der Menschen mit einer psychischen oder geistigen Beeinträchtigung. Im Auftrag der Invalidenversicherung werden auch Arbeitstrainings, berufliche Abklärungen und Umschulungen angeboten (Erfassungsstelle für berufliche Eingliederung). Ein eigener Sozialdienst sorgt für den reibungslosen Ablauf im Werkstattbereich, hilft bei den Arbeitstrainings, Abklärungen und der Umschulung und vermittelt neben anderen Tätigkeiten den Anlehrlingen die Ausbildungsplätze.

 

Ebenfalls ein breites Angebot an Dienstleistungen bietet  der Liechtensteiner Behinderten-Verband (LBV):

 

Rechtsberatung, Sozialversicherungsberatung, Bauberatung, Beratungsstelle für Gehörlose, Transportdienst für Personen mit einer mobilen Einschränkung, Hilfsmittelberatung, Jugend- und Freizeitgruppe, Kulturgruppe, Stammtisch für LBV-Mitglieder und Gäste, Besuchsdienst, Sozialpädagogische Fachstelle, Vermittlung von Gebärdensprach-Dolmetscherinnen, Büro für Leichte Sprache, Linksammlung zum Thema Behinderung www.behinderung.li, Breitensport, Spitzensport, Ausgabestelle von Eurokey (europäischer Schlüssel für Menschen mit Behinderung) Haus der Begegnung mit Kontaktstelle und verschiedenen Angeboten wie Chor „Sing mit!“, Ruheraum, Bibliothek etc. Zudem bietet der Liechtensteiner Behinderten-Verband wirtschaftliche Hilfe für Verbandsmitglieder in finanzieller Notlage an.

 

Der Liechtensteiner Behinderten-Verband führt im Auftrag der Regierung des Fürstentums Liechtenstein das Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen gemäss dem Behindertengleichstellungsgesetz. Dieses wirkt bei Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung der Bevölkerung für Belange von Menschen mit einer Behinderung, sowie bei der Ausarbeitung und Durchführung von Projekten mit. Zu den weiteren Aufgaben zählen unter anderem auch die Beratung von Behörden und Privatpersonen und die Förderung des Dialogs mit Nichtregierungsorganisationen, die sich an der Bekämpfung von Diskriminierung beteiligen.

 

Der Liechtensteiner Behinderten-Verband ist eine private Selbsthilfeorganisation für Menschen mit Behinderung in Liechtenstein. Er wurde 1953 gegründet und zählt rund 500 Mitglieder. Der Zweck des Vereins besteht in der Wahrung und Förderung aller Interessen von Menschen mit einer Behinderung. Das Team des LBV bietet Kundinnen und Kunden rasche und unkomplizierte Unterstützung in den unterschiedlichen Bereichen.

 

Das Landesspital Vaduz bietet ein Hausnotruftelefon an. Die Familienhilfe bietet einen Entlastungsdienst für betroffene Familien an (Familienhilfe Liechtenstein, Lebenshilfe Balzers e.V.). Des Weiteren gibt es eine Selbsthilfegruppe für Familien mit einem Kind mit einer Behinderung, eine Stiftung zur Förderung Hochbegabter mit körperlichen Beeinträchtigungen, den Gehörlosen  Kulturverein Liechtenstein, sowie die Vereinigung der mund- und fussmalenden Künstler.

 

Auch auf internationaler Ebene, insbesondere der EU werden die Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO) aktiv unterstützt, eine Integration und Angleichung verschiedener Bereiche für Menschen mit einer Behinderung, wie z.B. Bildung, Beschäftigungsstandards, Erziehung, Therapie, Gesellschaft und Ethik zu entwickeln.

 

Kontakte zu Vernetzungsgruppen für Menschen mit Behinderung bietet der Sichtwechsel und die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen.

 

Das Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und der Fachbereich Chancengleichheit  (im Amt für Soziale Dienste) sind die behördlichen Ansprechpartner in Angelegenheiten für Menschen mit Behinderungen.