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Liechtensteinisches Soziallexikon
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Aufenthaltsbestimmungen
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Auch nach dem EWR-Beitritt 1995 dürfen Ausländer in Liechtenstein ohne eine entsprechende fremdenpolizeiliche Bewilligung keinen Wohnsitz nehmen. Es ist ein entsprechendes Bewilligungsverfahren durchzuführen. Die Gesuche sind beim Ausländer- und Passamt einzureichen. Die Zusicherung der Bewilligung muss im Ausland abgewartet werden.

 

Visumspflichtige Personen dürfen ohne Visum auch nicht zu einem Besuchsaufenthalt einreisen. Sie müssen bei der zuständigen schweizerischen Vertretung ihres Wohnsitzes einen Antrag um Erteilung eines Visums stellen. Der Zweck des Visums (z.B. Besuchervisum) muss angegeben werden.

 

EWR-Bürger mit Wohnsitz im Ausland benötigen eine Grenzgängermeldebestätigung zur Ausübung einer unselbständigen Erwerbstätigkeit in Liechtenstein. Die Meldepflicht obliegt dem inländischen Arbeitgeber innert zehn Tagen ab Antritt der Stelle.

 

Die Grenzgängertätigkeit berechtigt in keinem Fall zur Wohnsitznahme in Liechtenstein. Schweizer Bürger mit Wohnsitz in der Schweiz dürfen bewilligungsfrei unselbstständig erwerbstätig sein.

 

In Liechtenstein haben viele Länder Konsulate, an welche sich Angehörige des jeweiligen Staates bei allfälligen Problemen mit ihrem Pass etc. wenden können. Viele Ausländer haben Vereine gegründet, die ihren Landsleuten offen stehen.

 

Schengenvisum / Aufenthalt als Tourist

Mit Schengenbeitritt finden die Einreisebestimmungen der Schengenstaaten auf für Liechtenstein Anwendung. Dies bedeutet, dass visumspflichtige Personen mit einem gültigen Visum für den Schengenraum auch nach Liechtenstein einreisen können, sofern der Geltungsbereich nicht folgendermassen eingeschränkt wurde:

 

Visumspflichtige Personen können bei der Schweizer Vertretung im Wohnsitzland (ausserhalb des EWR) ein Schengenvisum (sogenanntes C-Visum) beantragen. Drittstaatsangehörige mit Wohnsitz in einem Schengen Mitgliedsstaat können mit dem gültigen Reisepass und dem gültigen Aufenthaltsausweis nach Liechtenstein einreisen, sofern nicht ein aufrechtes Einreiseverbot verhängt wurde.

 

Bewilligungspflicht trotz EWR-Beitritt

Liechtenstein kennt den freien Personenverkehr, wie es innerhalb der Europäischen Union der Fall ist, nicht. EWR Staatsangehörige benötigen, selbst nach dem EWR-Beitritt im Jahr 1995, eine Zusicherung einer Aufenthaltsbewilligung, die erst nach der Prüfung eines Gesuches um Erteilung einer entsprechenden Bewilligung erteilt werden kann. Eine Kurzaufenthaltsbewilligung für EWR-, CH-und Drittstaatsangehörige wird vom Ausländer- und Passamt nach den Bestimmungen des Personenfreizügigkeitsgesetzes (PFZG, LGBl. 2009 Nr. 348) für EWR- und CH-Staatsangehörige entschieden. Gesuche für Drittstaatsangehörige werden nach den Bestimmungen des Ausländergesetzes (AuG, LGBl. 2008 Nr. 311) vom Ausländer- und Passamt entschieden.

 

Gesuche um Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen sind beim Ausländer- und Passamt einzureichen. Der Entscheid darüber, ob jemand eine Aufenthaltsbewilligung erhält oder nicht, fällt in Fällen von Erwerbstätigkeit die Regierung einmal pro Monat. In Fällen von erwerbsloser Wohnsitznahme einmal pro Quartal.

 

EWR- und CH-Staatsangehörige können den Entscheid des Gesuches im Inland (Tourist) abwarten. Drittstaatsangehörige haben den Entscheid des Gesuches im Ausland abzuwarten.

 

Grenzgängertätigkeit von EWR-Staatsangehörigen

EWR-Staatsangehörige, die als Grenzgänger in Liechtenstein einer Erwerbstätigkeit (selbständig oder unselbständig) nachgehen und ihren Wohnsitz im EWR oder in der Schweiz haben, benötigen eine Grenzgängermeldebestätigung (GMB). Die Meldung der GMB obliegt dem inländischen Arbeitgeber und ist binnen 10 Tagen ab Stellenantritt beim Ausländer- und Passamt einzureichen. Die Grenzgängertätigkeit berechtigt keine Wohnsitznahme im Fürstentum Liechtenstein.

 

Grenzgängertätigkeit von Schweizer Bürgern

Schweizer Bürger, welche als Grenzgänger im Fürstentum Liechtenstein tätig sind, können ihre Tätigkeit melde- und bewilligungsfrei ausüben. Lediglich gegenüber dem Amt für Statistik ist der Arbeitgeber verpflichtet, den Eintritt mittels Mutationsmeldung (siehe www.as.apa.llv.li) zu melden.

 

Grenzgängertätigkeit von Drittstaatsangehörigen

Drittstaatsangehörige mit Wohnsitz im Grenzbereich (Schweiz, Österreich, Deutschland), welche im FL einer unselbständigen Erwerbstätigkeit nachgehen möchten, sind bewilligungspflichtig. Das Gesuch einer Grenzgängerbewilligung (G-Bewilligung) ist 14 Tage vor dem geplanten Stellenantritt durch den inländischen Arbeitgeber beim Ausländer- und Passamt einzureichen.

 

Allgemeine Informationen

Formulare für die verschiedensten Bewilligungen sowie allgemeine Informationen können Sie auf der Homepage des Ausländer- und Passamtes beziehen/nachlesen.

 

Weiters erhalten Sie auch Wissenswertes über Land und Leute auf der Homepage des Integrationsbeauftragten (Integrationsbeauftragter). Hier ist die Broschüre „Willkommen in Liechtenstein“ sehr zu empfehlen, die neben Deutsch auch noch in vielen weiteren Sprachen zur Verfügung steht.

 

Natürlich sind in Liechtenstein einige Botschaften und Konsulate, die vor Ort ihren Landsleuten mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auch etliche Interessenverbände und Sportvereine sind Gewähr dafür, Gleichgesinnte aus der alten Heimat anzutreffen.