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Liechtensteinisches Soziallexikon
Amt für Soziale Dienste
LLV 3.3.0
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Sozialhilfe
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Die Sozialhilfe umfasst die wirtschaftliche und persönliche Hilfe sowie gerichtliche Massnahmen. Die Sozialhilfe wird subsidiär geleistet. Für die Einwohner und Einwohnerinnen in Liechtenstein besteht ein gesetzlicher Anspruch auf Sozialhilfe.

 

Die wirtschaftliche Hilfe ist eine Form der Sozialhilfe . Sie kommt Menschen in finanziellen Notlagen zugute.

Die wirtschaftliche Hilfe gewährleistet das soziale Existenzminimum , das neben den üblichen Aufwendungen für den Lebensunterhalt auch persönliche Bedürfnisse angemessen berücksichtigt. Das Ausmass der wirtschaftlichen Hilfe wird im Einzelfall unter Berücksichtigung des zumutbaren Einsatzes der eigenen Kräfte und Mittel bestimmt. Wirtschaftliche Hilfe wird insoweit gewährt, als nicht andere Personen oder Einrichtungen Hilfe gewähren (Nachrangigkeitsprinzip). Sie ist auch zu gewähren, wenn die Notlage vom Hilfsbedürftigen selbst verschuldet wurde.

 

Die wirtschaftliche Hilfe kann, wenn es die Umstände erfordern, auch als Sachleistung erbracht werden. Sie kann auch an Auflagen und Bedingungen gebunden werden.

 

Anspruch auf persönliche oder wirtschaftliche Sozialhilfe haben Personen, die nicht in der Lage sind,

 

a) den Lebensunterhalt für sich und ihre Familie zu sichern,

b) aussergewöhnliche Schwierigkeiten in ihren persönlichen, familiären oder sozialen Verhältnissen selbst oder mit Hilfe anderer Personen oder Einrichtungen zu bewältigen.

 

Anträge auf wirtschaftliche Hilfe sind beim Amt für Soziale Dienste (Sozialer Dienst) zu stellen.

 

Persönliche Hilfe besteht in der Regel aus Beratung und Betreuung. Sie wird vom Sozialen Dienst (Amt für Soziale Dienste) oder von einer Person oder Einrichtung, der diese Aufgabe übertragen wurde, geleistet.

 

Gerichtliche Massnahmen dienen dazu, dass hilfsbedürftige Personen (z.B. Abhängige, Verwahrloste), die sich selbst oder Fremde gefährden, in geeigneten stationären Einrichtungen behandelt werden, wenn sie die Hilfe nicht freiwillig annehmen. Über gerichtliche Massnahmen entscheidet das Landgericht.